Hauptstandort:

Radiologie Ansbach

    Brauhausstraße 17
    91522 Ansbach
    Filialpraxis:

Radiologie Ansbach

    Heilsbronner Str. 44
    91564 Neuendettelsau
    Standort II

Radiologie Rothenburg/T.

    Bahnhofstraße 15
    91541 Rothenburg ob der Tauber
Radiologie Ansbach - Prostata-Karzinom

 

 
  • Das neue 3 Tesla MRT Philips Ingenia mit Compressed Sense (Beschleunigungs)-Technologie, ebenfalls ein High-End-MRT der Premium-Klasse, ersetzt seit 04/2020 das bisherige 3 Tesla MRT Philips Achieva in der Radiologie Ansbach.
  • Weitere High-End-Produkte der Premium-Klasse sind die Workstation Philips Intellispace zur quantitativen Auswertung der mpMRT und die Workstation KOELIS für die Erstellung der digitalen 3D-Modelle der Prostata zur Planung der mpMRT-3D-TRUS-Fusionsbiopsie.
  • Mit einer jahrelangen Erfahrung und Möglichkeiten der digitalen Befund- und Qualitätskontrolle verfügt die Radiologie Ansbach mindestens bayernweit über zahlreiche Alleinstellungsmerkmale in der mpMRT der Prostata, nicht nur im niedergelassenen Sektor.
  • Geringst mögliche Kosten für GKV-(Kassen-)versicherte Patienten:
    Liegt ein Überweisungsschein eines niedergelassenen Arztes (Urologie oder jede andere Fachrichtung) vor mit der Indikation: Verdacht auf ein Prostata-Karzinom, MRT-Becken, wird eine IGeL-Leistung (Individuelle Gesundheitsleistung) nach Gebührenordnung (1-facher Satz) abgerechnet: 320,- EUR, die der Patient privat bezahlen muss.

 

 
Diagnostik des Prostata-Karzinom:

  • Das Prostata-Karzinom ist mit mehr als 70000 Neuerkrankungen pro Jahr der häufigste bösartige Tumor des Mannes und im Frühstadium symptomlos.
  • Die Diagnose und das Grading (Bestimmung der Aggressivität) eines Prostata-Karzinoms und damit die Therapieplanung ist nur durch Gewebeproben möglich.
  • Die Vorsorge-Untersuchung beim Urologen (digitale, rektale Untersuchung) ist zur Frühdiagnose des Prostata-Karzinoms nicht ausreichend, sie erfasst zumeist nur fortgeschrittene Stadien und wird nur wenig wahrgenommen.
  • Ein erhöhter PSA-Wert (ein Laborwert der Prostata) erweckt den Verdacht, ist aber zu unspezifisch, d. h. erfasst zu viele Gesunde (z. B. erhöht bei gutartiger Prostatavergrößerung oder Entzündung der Prostata oder auch mechanischer Reiz, z. B. durch Radfahren).
  • Der transrektale (durch den Enddarm) Ultraschall (TRUS) ist allein zu wenig empfindlich, wird aber zur transrektalen Biopsie eingesetzt.
  • Die herkömmliche Stanzbiopsie der Prostata (sog. systemische Biopsie mit 10-15 Stanzen) kommt bei Verdacht auf ein Prostata-Karzinom zum Einsatz, erfasst kleine (kleiner 1 cm) Tumore nur zufällig oder gar nicht, das vordere Drittel der Prostata wird aus Sicherheitsgründen nicht berücksichtigt, hier werden selbst große, fortgeschrittene Tumore nicht erfaßt, ca. 30% der vorhandenen Prostata-Karzinome entgehen der Stanzbiopsie.

 
Klinische Stellenwert der mpMRT der Prostata:

  • Zur Frühdiagnose eines Prostata-Karzinoms ist eine möglichst genaue und empfindliche nichtinvasive Methode notwendig. Die mpMRT ist derzeit die empfindlichste Methode zum Nachweis und zur Lokalisation eines Prostata-Karzinoms.
  • Die mpMRT der Prostata weist 30-40 % mehr aggressive therapiepflichtige Karzinome nach als die herkömmliche Stanzbiopsie mit TRUS (Empfindlichkeit ca. 90% gegenüber ca. 50%).
  • Bei negativem Befund schließt die mpMRT der Prostata zu 90 % ein höhergradiges therapiepflichtiges Karzinom aus.
  • Die mpMRT der Prostata kann bei negativem Befund und erhöhtem PSA-Wert zumeist eine unnötige Biopsien vermeiden.
  • Die mpMRT kann die Ursache eines erhöhten PSA-Wertes ggf. erklären, sie kann zwischen Tumor, Entzündung (Prostatitis) und gutartiger Vergrößerung (Hyperplasie oder BPH-Knoten) zumeist unterscheiden.
  • Andererseits kann die mpMRT der Prostata niemals alle therapierelevanten Karzinome erfassen. Aufgrund der Tumorbiologie des Prostatakarzinoms gibt es Karzinome, die lediglich als einzelne maligne Zellen verstreut in der Prostata verteilt sind und nur zufällig bei der herkömmlichen Stanzbiopsie erfasst werden.
  • Darüber hinaus hat die mpMRT der Prostata aufgrund der gültigen Bewertungskriterien auch falsch positive Ergebnisse, da umschriebene Entzündungsherde oder gutartige BPH-Knoten (Normalbefund der inneren Zone) jederzeit ein Karzinom imitieren können.


 

Wann soll ein mpMRT der Prostata durchgeführt werden (klinische Indikation)?

  • Zur Vorsorge-Diagnostik zur Frühdetektion eines Prostata-Karzinoms, z. B. bei familiärer Belastung.
  • Bei einem erhöhten PSA-Wert.
  • Bei einem Zustand nach einer herkömmlichen Stanzbiopsie ohne Karzinom-Nachweis.
  • Bei klinischem, bildgebendem oder sonstigem Verdacht auf ein Prostata-Karzinom.
  • Bei der “aktiven Überwachung“ eines niedriggradigen nicht therapiepflichtigen Prostata-Karzinoms.
  • Nach organerhaltender Therapie (z. B. Strahlentherapie) zur Verlaufs- und Therapiekontrolle.
  • Frühestens 6 Wochen nach erfolgter, negativer Stanzbiopsie.

 
Untersuchungstechnik mpMRT der Prostata:

  • Die mpMRT der Prostata ist kein neues Verfahren, sondern seit ca. 15 Jahren im klinischen Einsatz, zunächst in der Forschung und in der (klinisch bedeutungslosen) ambulanten gewerblichen Vorsorgemedizin unter Einsatz der MR-Spektroskopie neben hochauflösender Bildgebung.
  • Seit ca. 10 Jahren haben andere MRT-Messtechniken, die Diffusion und die Perfusion eine höhere klinische Relevanz erlangt und die MR-Spektroskopie verdrängt.
  • Die mpMRT besteht messtechnisch aktuell aus:

    - Hochauflösender Bildgebung (T2-Wichtung in 3 Ebenen) [Bild 1].
    - Diffusionsmessung (Maß für die Zelldichte in einem Areal) [Bild 2 - 3].
    - Dynamische Perfusionsstudie (Messung der Durchblutung bei rascher Kontrastmitteinjektion [Bild 4 - 6].
    - Darstellung des gesamten Beckens vor und nach intravenöser Kontrastmittelgabe.

Radiologie Ansbach - Prostata-Karzinom
T2-Wichtung
Radiologie Ansbach - Prostata-Karzinom
Diffusionswichtung (DWI): ADC-Mapund
Radiologie Ansbach - Prostata-Karzinom
Diffusionswichtung (DWI): B 1400
Radiologie Ansbach - Prostata-Karzinom
1-Wichtung nach Kontrastmittelgabe
Radiologie Ansbach - Prostata-Karzinom
Quantitative Auswertung mit Signalintensitätskurven
Radiologie Ansbach - Prostata-Karzinom
Parameterkarte

 
  • Voraussetzung: Die Hochfeld 3 Tesla MRT ist in der Auflösung bei dünnen Schichten und insbesondere bei der funktionellen Bildgebung (Diffusionsbildgebung und Perfusion) der MRT bei 1,5 Tesla überlegen. Die mpMRT bei 1,5 Tesla ist daher in der Niederlassung nicht als gleichwertig zu bewerten.
  • Aussagefähige mpMRT bei 3 Tesla auch bei Metall-Implantaten möglich, z. B. Hüft-TEP ein- oder beidseitig durchführbar, zumeist eigeschränkt noch hinreichend aussagefähig.


 
Untersuchungsablauf mpMRT der Prostata:

  • Strahlungsfrei im Hochfeld bei 3 Tesla ohne Endorektalspule.
  • Kontraindikationen wie bei allen anderen MRT-Untersuchungen.
  • Vorbereitung des Patienten: 4 Stunden vor der Untersuchung nichts essen oder rauchen, Medikamente sollten eingenommen werden.
  • Vor der Untersuchung Entleerung der Harnblase. Applikation einer Verweilkanüle für die intravenöse Gabe eines Spasmolyticums (Buscopan) zur Reduktion der Darmbewegungen und Anlage eines Verlängerungsschlauchs für die spätere intravenöse Kontrastmittelgabe.
  • Rückenlage, bequeme Lagerung, Kopf zumeist außerhalb des MRT-Tunnels.
  • Leichte Oberflächenspule auf das Becken aufgelegt.
  • Intravenöse Gabe eines gadoliniumhaltigen Kontrastmittels während der Untersuchung.
  • Dauer der Untersuchung ca. 25 Minuten bei 3 Tesla

Auswertung und Befund der mpMRT der Prostata:

  • Die Auswertung erfolgt nach dem international gültigen standardisierten Bewertungssystems PI-RADS, Version 2.1.
  • Dabei wird die zonale Anatomie der Prostata berücksichtigt, in der peripheren (äußeren) Zone ist die Diffusion entscheidendes Kriterium, hier befinden sich 70% aller Prostata-Karzinome, in der Transitionalzone (innere Zone) ist die hochauflösende T2-Wichtung entscheidend.
  • Das Ergebnis ist ein Gesamtscore PI-RADS I bis V
    (I: normal, II: gutartig, III: unklar, kontrollbedürftig, IV: Carcinom-Verdacht, V: sichere Kriterien eines Karzinoms.
  • Das PI-RADS-Bewertungssystem ist aus der Statistik entwickelt, der PI-RADS-Gesamtscore drückt lediglich eine Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Karzinoms aus.
  • PI-RADS IV und V: Empfehlung zur gezielten Biopsie, PI-RADS III: gezielte Biopsie oder Verlaufskontrolle in ca. 1 Jahr, PI-RADS I und II: Verlaufskontrolle des PSA-Wert.

Bei einem Befund PI-RADS III-V werden die suspekten Prostataareale in der Radiologie Ansbach im MRT-Bild kreismarkiert zur Visualisation für eine gezielte Biopsie.

Die CD mit den MRT-Bilddaten und der Befund werden dem Patienten per Post, der Befund und ein PI-RADS-Schema der Auswertung mit grafischer Befundmarkierung werden dem überweisenden Kollegen per Fax oder ggf. auch dem Patienten per Post zugeführt.

 
Die Entscheidung über das weitere Vorgehen (z. B. welches Biopsieverfahren?) bei PI-RADS III-V-Befunden trifft allein der Patient mit seinem betreuenden Urologen.

 

 
Kosten der mpMRT der Prostata:

  • Die mpMRT der Prostata ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten, sie wird derzeit nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt.
  • Geringst mögliche Kosten für GKV-(Kassen-)versicherte Patienten: Liegt ein Überweisungsschein eines niedergelassenen Arztes vor mit der Indikation: “Verdacht auf ein Prostata-Karzinom, MRT-Becken“, wird eine IGeL-Leistung (Individuelle Gesundheitsleistung) nach Gebührenordnung (1-facher Satz) abgerechnet: 320,- EUR, die der Patient privat bezahlen muss.
  • Private Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für die mpMRT der Prostata. Die Abrechnung erfolgt auf Grundlage der Gebührenordnung (GOÄ).


 
 
Philips Ingenia CX 3T MRT

 


Radiologie Ansbach - am Brückencenter

0981 - 488 08 - 0